Bitcoins und Cybercrime
Bitcoin, Tether, Litecoin, Ethereum, Rippl, Neo - immer mehr Kryptowährungen erobern den Markt. Die Marktkapitalisierung – der theoretische Wert aller Bitcoin zusammen – ist auf grob ein Fünftel dessen des globalen Goldbestandes angewachsen. Zunehmend legen auch etablierte Unternehmen außerhalb der ursprünglichen Kryptoszene sowie Banken und Vermögensverwalter Geld in Bitcoin an. Der Bezahldienst Paypal bietet eingeschränkt Bitcointransaktionen an, und Visa will in einer nicht genau bestimmten Zukunft Zahlungen mit der Kryptowährung ermöglichen, ebenso wie Tesla.

Die Neuartigkeit dieser elektronischen Währungen und der Handel über das Internet rufen aber auch Kriminelle auf den Plan. Im Jahr 2020 gab es in Deutschland mehr als 100.000 Straftaten im Bereich Cyberkriminalität, Tendenz steigend. 
Cybercrime (IuK-Kriminalität) umfasst Straftaten, die unter Ausnutzung der Informations- und Kommunikationstechnik oder gegen diese begangen werden. 

Sie sind Opfer eines Bitcoin-Betruges geworden? Gerne helfen wir Ihnen mit rechtlichem Rat. 
Wir zeigen Ihnen mögliche Wege zur Schadenskompensation auf. 

Dr. Sven Jürgens

Fachanwalt für Versicherungsrecht
Spezialist für IT-Recht

Dr. Sven Jürgens ist Rechtsanwalt sowie Fachanwalt für Versicherungs- und Arbeitsrecht. Er ist auf das IT-Recht spezialisiert. 
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Video: "Bicoins und Cybercrime"

Verbreitete Arten von Bitcoin-Kriminalität

  • Fake Seiten: Die Verbraucher werden über aufwendig gestaltete Seiten zur Einzahlung ihrer echten Bitcoins veranlasst. Die versprochenen Renditen werden nicht generiert, eine Auszahlung erfolgt nicht - die Cyberkriminellen behalten das eingezahlte Geld für sich und tauschen es in echtes Geld.
  • Der Promi-Trick: Die Gangster versprechen "schnellen Reichtum mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Tether, Libra, IOTA", wollen aber nur selbst Kasse machen. Die Betrüger verschicken derzeit massenhaft Spammails, die auf unterschiedliche Webseiten verweisen, auf denen sich Nutzer, die mit Bitcoin Geld verdienen wollen, anmelden sollen. Die Gangster versuchen diese Webseiten möglichst vertrauenswürdig zu gestalten, indem sie darauf Gesichter und Namen von Prominenten, aber auch von TV-Sendern, Sendungen und Zeitschriften platzieren, die für das Investieren in Bitcoin & Co. angeblich werben. Aber Achtung: Das ist oft Fake.
  • Datenklau: MIt verschiedenen Methoden werden gängige Sicherheitsvorkehrungen umgangen oder Lücken in Software, die noch nicht entdeckt oder durch Patch behoben worden sind, ausgenutzt. Damit verschaffen sich die Kriminellen Zugang zu den Kryptowährungscodes, die gestohlen werden. Sie werden dann oft in echtes Geld umgetauscht oder anderweitig eingesetzt.
  • Schneeballsytsem oder Pyramidenspiel: Manche kriminelle Konzepte basieren auf der Ungewißheit der Entwicklung der Crypto-Währungen und der Chance auf positiven Trend. Es gibt weiterhin nur einen einzigen Grund gibt, Bitcoin zu kaufen: die Erwartung, dass jemand anders einem die virtuellen Münzen zu einem höheren Preis wieder abnimmt. Dieser potenzielle Abnehmer kann als Motivation für seinen Bitcoinkauf nur die Hoffnung auf einen weiteren Käufer haben, und so weiter. Dieser Kette kann sich noch sehr lange fortsetzen. Aber irgendwann werden den Letzten die Hunde beißen.
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